Haus mieten von Privat ohne Maklerprovision

Ein Makler kann sowohl von Hausbesitzern mit der Suche nach einem passenden Mieter als auch von potentiellen Mietern mit der Suche nach ihren Wünschen entsprechenden Häusern beauftragt werden. Ungeachtet der konkreten Beauftragung ist es bei Wohnungsmaklern und Hausmaklern üblich, dass der Mieter die Maklerkosten trägt. Der Makler darf keine Aufwandsentschädigung, sondern nur eine anhand der zu zahlenden Miethöhe zu berechnenden Erfolgsprovision berechnen. Da eine höhere Monatsmiete mit einer Verbesserung der Provision verbunden ist, haben Makler nicht unbedingt den Willen, einem potentiellen Mieter ein möglichst preiswertes Objekt vorzustellen. Die Höhe der Maklerprovision ist jedoch begrenzt, sie darf nicht mehr als zwei Monatsmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Die Bemessungsgrundlage der für eine erfolgreiche Hausvermittlung zu bezahlenden Maklerprovision bildet die Nettokaltmiete und nicht die Bruttomiete einschließlich der Nebenkosten. Bei Häusern fällt das Maklergebühr auf Grund der höheren Miete naturgemäß deutlich höher als beim Anmieten einer Wohnung aus.


Die Maklerkosten belasten das infolge des bevorstehenden Umzuges ohnehin angespannte Budget des Hausmieters erheblich. Sie lassen sich umgehen, indem der Mieter ausschließlich Angebote ohne Maklerprovision akzeptiert. Direkt von einem privaten Besitzer ohne Einschaltung eines Maklers zur Vermietung angebotene Häuser sind kein seltenes Angebot. Am einfachsten lassen sich entsprechende Häuser über die Immobilienseiten einer Tageszeitung oder im Internet über eine Immobilien-Webseite finden. In beiden Fällen sind neben privaten Anzeigen auch Annoncen von Maklern vorhanden, welche der Interessent vor der Vereinbarung eines Besichtigungstermins filtern muss. Letztendlich können sich Makler aber nicht dauerhaft in einer Immobilienanzeige tarnen, denn bei einem Abschluss des Mietvertrages ohne Hinweis auf die entstehenden Maklerkosten muss der neue Hausmieter diese nicht bezahlen. Wer ein Haus von Privat und ohne die Hilfe eines Maklers mieten möchte, muss sich selbst um Angebote kümmern. Das fällt am bisherigen Wohnort naturgemäß einfacher als in einer fremden Stadt, ist auf Grund der Veröffentlichungen von Hausvermietungen im Internet jedoch grundsätzlich für jeden Ort möglich.

Die meisten Mietangebote enthalten eine durch Fotos unterlegte Beschreibung des Mietobjekts, zudem ist üblicherweise die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse des Vermieters angegeben, so dass Interessenten mögliche Nachfragen direkt klären können. Die Notwendigkeit einer Besichtigung des zu mietenden Hauses besteht auch, wenn dieses über einen Makler angeboten wird, denn kein Mieter verlässt sich vor dem Unterschreiben eines Mietvertrages ausschließlich auf die Angaben eines Dritten, selbst wenn er diesen mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt hat. Somit kann der Makler mit der Vorauswahl möglicher Objekte nur einen kleinen Teil der Vorbereitungsarbeit zur Hausanmietung leisten. Vor dem Abschluss des Mietvertrages sollten angehende Hausmieter Objekte nicht nur einmalig während des Besichtigungstermins betrachten. Aufschluss über die Qualität des Wohnumfeldes gibt der Spaziergang durch das möglicherweise künftige Wohnviertel in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Wer ein Haus mietet, soll sich nicht nur in diesem, sondern auch im Wohnumfeld geborgen fühlen.